Stress
& Stressmanagement
Jeder kommt immer wieder in Situationen, die ausweglos erscheinen, die Streß
auslösen. Solche Situationen tauchen in verschiedenen Bereichen unseres
Lebens auf:
Arbeit (Über-,
Unterforderung, Konflikte mit Chef oder Kollegen, Mobbing, Unsicherheit über
Entlassung, Pensionierung...)
Privat (Konflikte
mit Partner / Partnerin / Kindern / Verwandtschaft Freunden, Sorgen um/über
Kinder, Enttäuschung, Trennung, Krankheit...)
Sonstige (Lärm,
Autofahren, Arztbesuche......)
Nach dem bekannten Stressforscher Hans Seyle wird unter Stress verstanden:
"Die Belastungen, Anstrengungen und Ärgernisse, denen ein Lebewesen
täglich durch viele Umwelteinflüsse ausgesetzt ist. Es handelt sich um Anspannungen
und Anpassungszwänge, die einen aus dem persönlichen Gleichgewicht bringen
können und bei denen man seelisch und körperlich unter Druck steht."
Stress bezeichnet den Zustand in dem wir uns befinden und nicht die
Ursache, die ihn auslöst, diese nennt man Stressor. Stress ist somit
Reaktion auf Stressoren. Sinn der Stressreaktion ist ursprünglich die
Lebenserhaltung durch einen reflexhaften Angriffs- und Fluchtmechanismus.
Wenn Gefahr droht kommt es zu einer enormen Energiebereitstellung. Der Körper
reagiert mit einer Alarmreaktion. Der heutige Mensch kann im Gegensatz zum
Tier meist weder fliehen noch kämpfen. Die freiwerdenden Energien richten
sich aber, wenn Sie nicht genutzt werden gegen den eigenen Körper. Ständige
Alarmbereitschaft durch Lärm, ein Überangebot von Reizen, Frustrationen, Ärger
oder Angst macht uns auf Dauer krank.
Was sind Stressoren?
Als Stressor werden alle inneren und äußeren Anforderungen bezeichnet. Auch
durchaus positive Reize, die plötzlich zu massiert auftreten oder zu intensiv
wirken als Stressor, wenn man momentan nicht damit umgehen kann, bzw. dies
zumindest glaubt. Häufig sind es auch gerade die kleinen täglichen Ärgernisse,
die für die Entstehung von Stressfolgen verantwortlich sind. Intrigen am Arbeitsplatz,
Ärgernisse, schlechte Stimmung / Klima, Dauerfehde mit dem Parner / Verwandten
/ Nachbarn, Autofahrten in der Stoßzeit, Behördenbesuche, Menschenmassen,
Arztbesuche, Termindruck, Hetze, ungenaue Anweisungen, Konkurrenz, Konflikte,
Ärger, Kunden, Lärm, zu wenig Schlaf, Partnerkonflikte, Streiterei, Hausarbeit,
Verantwortung, Mißerfolge, aber auch Unzufriedenheit, Unterforderung und Langweile
sind Stressoren.
Folgen und Stressreaktion:
Stressreaktionen finden in der Regel auf vier Ebenen statt:
1.Die kognitive Ebene:
Diese Ebene beschreibt alle geistig-gedanklichen Vorgänge wie Denk- und Wahrnehmungsprozesse.
Konzentrationsmangel
Gedächtnislücken,
Gedächtnisstörungen
Leere im Kopf / Blackout
Denkblockaden
Leistungsschwächen,
Denkfehler
Scheuklappeneffekt,
verengter Blickwinkel
Gedankenkreisel, Gedankenrasen
Selbstzweifel
Alpträume
2.Die emotionale Ebene:
Dies betrifft alle Gefühle, Empfindungen und Stimmungen.
Aggressionsbereitschaft
Ärger, Wut, Zorn
Schreck, Panik
Angstgefühle,
flaues Gefühl, Befürchtungen
Unsicherheit, Verunsicherung
Unzufriedenheit
Unausgeglichenheit
Gefühlsschwankungen
Nervosität, Fahrigkeit,
innere Unruhe
Gereiztheit
Hilflosigkeit
Niedergeschlagenheit
Antriebslosigkeit
Teilnahmslosigkeit
3.Die vegetative Ebene:
Dies betrifft alle Reaktionen des vegetativen Nervensystems und der daran
angeschlossenen Organe.
Herz-Kreislauf-Beschwerden
Herzrasen, Herzstolpern
Herzklopfen, Herzstiche
hoher (schwankender)
Blutdruck
flaues Gefühl
im Magen
Magenschmerzen, Gastritis
Verdauungsbeschwerden
Schlafstörungen
chronische Müdigkeit
Hautveränderungen,
Juckreiz,
übermäßiges
Schwitzen
Erröten
Schwindelanfälle
Kloß, Engegefühl
im Hals
Atembeschwerden, Kurzatmigkeit,
Atemnot
Engegefühl in
der Brust
Tränen
lauterer Tinnitus,
Ohrgeräusche, Hörsturz
Migräne und Kopfschmerzen
4.Die muskuläre Ebene:
Dies sind die Reaktionen der Skelettmuskulatur.
allgemeine Verspanntheit
starre Mimik, angespanntes
Gesicht
leichte Ermüdbarkeit
Krampfneigung
Muskelzittern, Fingertrommeln
& andere Ticks
Zähneknirschen
Zucken, nervöse
Gestik
Entspannungsunfähigkeit
Rückenschmerzen
Spannungskopfschmerz
Ein Stressor kann mit unterschiedlich starker Wirkung auf jeder der vier Ebenen
Reaktionen hervorrufen. Weiterhin können sich die Ebenen gegenseitig beeinflußen
und so ein Stressteufelskreis entstehen. Die Ebenen schaukeln sich solange
gegenseitig hoch, bis ein "Tropfen das Faß zum Überlaufen bringt."
1. Stressanalyse
2. Beratung, Treatment, Stressreduktion
3. Entspannungsverfahren / Reduktion der Stresssymptome
4. Abbau von Stress-Spiralen, Konflikten und Streit
5. Ansatz an der Situation, den Stressauslösern / Stressoren
6. Training der Stressbewältigung / Stressmanagements
7. Training des gemeinsamen Umgangs mit Stress
8. Training eines positiven Umgangs
9. Training einer positiven Gegenseitigkeit und Rücksicht
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psychologie
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dipl.-psych. jürgen junker
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